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Was kostet Kubernetes für kleine Unternehmen?

Was kostet Kubernetes für kleine Unternehmen?

Container-Orchestrierung mit Kubernetes gilt als Industriestandard für das Deployment moderner Anwendungen. Doch die Kostenstruktur der großen Cloud-Anbieter ist auf Enterprise-Budgets zugeschnitten, nicht auf kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Wer als Fünf-Personen-Team drei Microservices betreiben will, zahlt bei AWS oder Azure schnell vierstellige Beträge pro Monat.

In diesem Artikel rechnen wir konkret vor, was Kubernetes wirklich kostet, und wo sich ein Managed-Kubernetes-Namespace als Alternative lohnt.

Die drei gängigen Wege zu Kubernetes

1. Self-Hosted auf eigenen Servern

Man mietet Bare-Metal-Server oder VMs und installiert Kubernetes selbst, mit kubeadm, k3s oder Rancher. Das klingt günstig, weil man nur die Serverkosten zahlt.

Was oft vergessen wird:

  • Zeitaufwand für Setup und Wartung: Updates, etcd-Backups, Zertifikatsverlängerung, Monitoring-Stack, alles selbst.
  • Ausfallrisiko: Ohne redundante Control Plane ist ein Cluster-Ausfall nur eine Frage der Zeit.
  • Versteckte Personalkosten: Eine erfahrene DevOps-Kraft kostet 75.000–95.000 € Bruttogehalt pro Jahr. Voll belastet, also inklusive Arbeitgeberanteilen, sind es eher 90.000–115.000 €. Selbst ein Viertel dieser Arbeitszeit für Cluster-Pflege sind 1.900–2.400 €/Monat.

Realistische Gesamtkosten: 150–300 €/Monat Infrastruktur + erheblicher Zeitaufwand.

2. Managed Kubernetes bei Hyperscalern (AWS EKS, GKE, AKS)

Die großen Cloud-Provider nehmen einem die Control Plane ab. Dafür zahlt man eine Grundgebühr, plus Compute, Storage und Netzwerk.

AWS EKS Beispielrechnung für eine typische SMB-Workload (2 vCPU, 4 GiB RAM, 20 GiB Storage), Region eu-central-1:

Posten Monatliche Kosten
EKS Control Plane 73,00 $
EC2 t3.medium (2 vCPU, 4 GiB) 35,04 $
EBS Storage 20 GiB ~2,04 $
Load Balancer (ALB) ~19,71 $
Egress 50 GiB 0,00 $ (100 GB/Monat frei)
Summe ~129,79 $

Die 73 $ für die Control Plane gelten für den Standard-Support (0,10 $/Stunde). Rutscht ein Cluster in den Extended Support, steigt der Stundenpreis auf 0,60 $, also rund 438 $/Monat allein für die Control Plane.

Und das ist die Minimal-Konfiguration. Wer Hochverfügbarkeit will, verdoppelt die Compute-Kosten. Dazu kommen ECR für Container-Images, CloudWatch für Logs und (nicht zu vergessen) die Lernkurve für IAM-Rollen, VPC-Konfiguration und die dutzenden AWS-spezifischen Abstraktionen.

Realistisch für KMU: 150–400 $/Monat, plus Einarbeitungszeit in das AWS-Ökosystem. Diese Spanne ist eher konservativ: Ein echtes Setup mit privaten Subnetzen trägt zusätzlich ein NAT Gateway (rund 38 $/Monat) und die Gebühren für öffentliche IPv4-Adressen.

3. Managed Kubernetes Namespace bei ITSH

Bei ITSH mietet man keinen ganzen Cluster, sondern einen isolierten Namespace auf einem bestehenden, professionell betriebenen Cluster in deutschen Rechenzentren.

Vor jeder Bezahlung kannst du die Plattform im Free Tier evaluieren: ein dauerhaft kostenloser Namespace pro Kundenkonto, ohne Kreditkarte (200 mCPU, 512 MiB RAM, 1 GiB NFS-Storage, 10 GiB ausgehender Traffic pro Monat). Wenn du herauswächst, wechselst du mit einem Klick in einen kostenpflichtigen Tarif, deine Workloads laufen ohne Unterbrechung weiter.

ITSH Kostenrechnung für dieselbe Workload (2 vCPU, 4 GiB RAM, 20 GiB Storage, 50 GiB Egress):

Posten Monatliche Kosten (netto)
Grundgebühr (PAYG) 2,52 €
2 vCPU (730 h) 21,90 €
4 GiB RAM (730 h) 14,60 €
20 GiB Storage 1,60 €
50 GiB Egress 0,50 €
Summe (netto) 41,12 €
Alle Preise netto, zzgl. 19 % MwSt. = 48,93 € brutto

Alternativ gibt es Fixtarife: Namespace S mit 1 vCPU, 2 GiB RAM und 100 GiB inkludiertem Egress für 15,00 € brutto pro Monat, für viele kleine Projekte mehr als genug. Darüber liegen Namespace M (2 vCPU, 4 GiB RAM, 250 GiB Egress) für 29,00 € brutto und Namespace L (4 vCPU, 8 GiB RAM, 500 GiB Egress) für 49,00 € brutto. Storage ist in keinem Fixtarif enthalten, PVCs werden separat abgerechnet.

Kostenvergleich auf einen Blick

Self-Hosted AWS EKS ITSH Namespace
Grundgebühr 0 € ~67 € (73,00 $) 2,52 € (PAYG)
Compute (2 vCPU, 4 GiB) 150–300 € (redundante Nodes) ~50 € (54,75 $ inkl. ALB) 36,50 €
Storage 20 GiB inklusive ~2 € (2,04 $) 1,60 €
Egress 50 GiB inklusive 0 € (Freikontingent) 0,50 €
Monatlich gesamt 150–300 € + Arbeitszeit ~119 € 41,12 €
Ops-Aufwand Hoch Mittel Keiner
DSGVO-Konformität Eigenverantwortung Kompliziert (US-Anbieter) Inklusive (DE-Rechenzentrum)

Umrechnung durchgängig mit 1 USD = 0,92 EUR. Alle Beträge netto. Die Self-Hosted-Spalte entspricht der Infrastrukturrechnung weiter oben: Für eine redundante Control Plane braucht es mehrere Nodes, ein einzelner VPS reicht dafür nicht.

Was ist im ITSH-Namespace enthalten?

Der Preis ist nicht nur günstiger, er beinhaltet Leistungen, die bei anderen Anbietern extra kosten:

  • ArgoCD/GitOps-Integration: Deployments per Git-Push, ohne eigene CI/CD-Pipeline für das Cluster-Management.
  • Tägliche Backups: Namespace-Ressourcen werden täglich gesichert. Eine Wiederherstellung läuft derzeit über den Support, nicht per Self-Service. Eigene Datensicherungen ersetzt das nicht.
  • Auto-Scaling: Pods skalieren nach Bedarf, abgerechnet wird nur die tatsächliche Nutzung.
  • Einblick in deine Workloads: Im Kundenportal siehst du Pods, Logs, Events und deinen Ressourcenverbrauch. Die Plattform selbst wird rund um die Uhr überwacht. Ein eigener Prometheus-Zugang, eigene ServiceMonitors oder PrometheusRules und Grafana-Zugriff gehören nicht dazu.
  • TLS-Zertifikate: Automatisch per Let’s Encrypt über den Gateway-Controller.

Wann lohnt sich welches Modell?

Self-Hosted lohnt sich, wenn man bereits ein DevOps-Team hat und volle Kontrolle über den Cluster braucht, etwa für spezielle Compliance-Anforderungen oder GPU-Workloads.

AWS/GKE/AKS macht Sinn, wenn man bereits tief im Ökosystem eines Hyperscalers steckt und das Budget keine Rolle spielt.

Ein Managed Namespace bei ITSH ist die richtige Wahl, wenn man:

  • Container produktiv betreiben will, ohne einen ganzen Cluster zu verwalten
  • Wert auf deutsche Rechenzentren und DSGVO-Konformität legt
  • Ein überschaubares Budget hat (Startups, Agenturen, KMU)
  • Kein dediziertes DevOps-Team beschäftigt

Rechenbeispiel: SaaS-Startup mit drei Microservices

Ein typisches Setup aus API-Backend, Worker-Service und Frontend-Container:

# Ressourcenbedarf geschätzt
API:     0.5 vCPU, 512 MiB RAM
Worker:  0.5 vCPU, 1 GiB RAM
Frontend: 0.25 vCPU, 256 MiB RAM
Storage: 10 GiB (Datenbank-PVC)
Egress:  30 GiB/Monat

Monatliche Kosten bei ITSH (PAYG, netto):

  • Grundgebühr: 2,52 €
  • 1,25 vCPU × 730 h × 0,015 €: 13,69 €
  • 1,75 GiB RAM × 730 h × 0,005 €: 6,39 €
  • 10 GiB Storage: 0,80 €
  • 30 GiB Egress: 0,30 €
  • Gesamt: 23,70 €/Monat netto (28,20 € brutto)

Dasselbe Setup auf AWS EKS: mindestens 110 $/Monat, das Vierfache.

Fazit

Kubernetes muss nicht teuer sein. Wer nicht den gesamten Feature-Katalog eines Hyperscalers braucht, sondern einfach Container zuverlässig und DSGVO-konform betreiben will, findet in einem Managed Namespace eine deutlich günstigere Alternative.

Ab 3 €/Monat Grundgebühr (brutto) lässt sich bei ITSH sofort loslegen, ohne Cluster-Setup, ohne versteckte Kosten, ohne Vendor Lock-in bei einem US-Anbieter.

Jetzt Namespace konfigurieren und Kosten berechnen →