Was du im Portal siehst
Der Bereich Kubernetes im Portal ist nicht nur der Ort, an dem du die Kubeconfig herunterlädst. Dort stehen mehrere Dinge, die du über kubectl gar nicht bekommst, und zwei davon sparen echtes Geld.
Ansichten
| Tab | Was du bekommst |
|---|---|
| Überblick | Genutztes Kontingent gegen deine Grenzen, und was läuft |
| Workloads | Alle Deployments und StatefulSets, mit Zustand und Größenvorschlägen |
| Pods | Status, Neustarts, Alter und Zustand pro Container |
| Events | Aktuelle Cluster-Events für deinen Namespace |
| Storage | Kapazität pro Volume, Füllstand und die Autoresize-Einstellungen |
| Verbrauch | Kosten seit Monatsbeginn und Hochrechnung, aufgeschlüsselt, mit Ausgabenlimit |
| Sleep | Welche Workloads schlafen und was das spart |
Größenvorschläge
Die Workloads-Ansicht vergleicht, was ein Workload anfordert, mit dem, was er tatsächlich verbraucht, nimmt dafür das 95. Perzentil der letzten sieben Tage und schlägt einen passenden Request vor, mit der monatlichen Ersparnis daneben.
Das ist der schnellste Weg, Geld zu finden. Weil nach Requests und nicht nach Verbrauch abgerechnet wird, kostet ein überdimensionierter Workload den vollen Preis und sieht dabei kerngesund aus. Sonst weist dich nichts darauf hin. Siehe Abrechnung und Kontingente.
Der Vorschlag ist ein Ausgangspunkt, keine Anweisung. Ein Workload mit sprunghaftem Profil braucht Luft, die ein Perzentil nicht abbildet. Nimm ihn als Hinweis und nicht als Wert zum blinden Einsetzen.
Kosten und Ausgabenlimit
Die Verbrauchsansicht zeigt den Verbrauch seit Monatsbeginn, eine Hochrechnung für den Monat und die Aufteilung auf CPU, Speicher, Storage, ausgehenden Traffic und Grundgebühr.
Zwei Zahlen dort solltest du einordnen können:
- Die Hochrechnung nimmt an, dass der Rest des Monats aussieht wie der bisherige Teil. Früh im Monat ist sie als unsicher gekennzeichnet, und das zu Recht.
- Die Untergrenze ist das, was der Namespace kostet, wenn ab jetzt alles schläft: Grundgebühr plus Storage. Das ist die Zahl zum Vergleichen, wenn du überlegst, ob sich Scale-to-Zero lohnt.
Du kannst außerdem ein Ausgabenlimit für den Namespace setzen. Genau das solltest du tun, bevor du mit irgendetwas experimentierst, das skaliert.
Dasselbe über kubectl
Für einen Teil davon gibt es ein Kommandozeilen-Äquivalent, für anderes nicht.
Aktuelle CPU und Speicher pro Pod:
kubectl top podsLogs, auch live mitlaufend, was die Log-Ansicht im Portal nicht kann:
kubectl logs -f deployment/myapp
kubectl logs deployment/myapp --previousKontingent:
kubectl get resourcequota -o yamlFür Kosten, Hochrechnung, Größenvorschläge und Ausgabenlimit gibt es kein kubectl-Äquivalent. Die gibt es nur im Portal.
Was das Portal nicht tut
- Die Log-Ansicht ist eine Momentaufnahme, kein Stream. Sie zeigt eine feste Anzahl letzter Zeilen und aktualisiert sich in Intervallen. Für Live-Ausgabe nimm
kubectl logs -f. - Logs werden nicht archiviert. Portal und kubectl zeigen beide das, was der Container aktuell vorhält. Ein Neustart verliert die vorherige Ausgabe, außer du fragst
--previousab. Brauchst du Historie, schick die Logs selbst irgendwohin. - Die Event-Liste ist gedeckelt auf die neuesten Einträge.
Wie es weitergeht
- Abrechnung und Kontingente, was die Zahlen bedeuten
- Scale-to-Zero, um den Leerlauf aus der Rechnung zu nehmen