Server verwalten
Alles auf dieser Seite findest du im Portal unter VServer, verteilt auf die Tabs Übersicht, Konsole, Netzwerk, Snapshots, Auslastung und Einstellungen. Hast du mehrere Server, wechselst du über die Namensleiste oberhalb der Tabs zwischen ihnen.
Strom
Unter Übersicht → Steuerung liegen Starten, Neu starten und Stoppen.
Stoppen bittet das Betriebssystem, sauber herunterzufahren. Ist der Gast nach zwei Minuten nicht aus, wird hart abgeschaltet, damit auch eine hängende Maschine wirklich stoppt. Neu starten ist ein Reboot, kein Stoppen mit anschließendem Start.
Ein gestoppter Server kostet weiter Geld
Stoppen ist nicht kündigen. Ein gestoppter Server wird genauso abgerechnet wie ein laufender, weil Arbeitsspeicher und Festplatte für ihn reserviert bleiben. Siehe Abrechnung.
Das Portal aktualisiert den Live-Zustand alle 45 Sekunden, und im Hintergrund gleicht eine Prüfung einmal pro Minute ab, was das Portal zeigt und was tatsächlich läuft. Ein Status, der einer Strom-Aktion um ein paar Sekunden hinterherhinkt, ist also normal.
Die Web-Konsole
Konsole → Verbinden hängt Tastatur und Bildschirm an die Maschine. Das läuft unterhalb des Netzwerkstacks in deinem Server, und genau deshalb ist es das richtige Werkzeug, wenn SSH das Kaputte ist: eine falsche Firewall-Regel, eine vertippte sshd_config, ein Boot, der am initramfs-Prompt stehen bleibt.
Es funktioniert, solange der Server Aktiv oder Gestoppt ist. Es gibt Knöpfe für Strg+Alt+Entf, zum Einfügen der Zwischenablage und für Vollbild.
Jede Sitzung wird mit einem Einmal-Ticket geöffnet, das 60 Sekunden gültig ist. Ein Verbinden, das du geklickt und dann liegen gelassen hast, funktioniert später nicht mehr. Klick einfach erneut.
Auslastung
Auslastung zeigt CPU, Arbeitsspeicher, Festplatten-I/O und Netzwerk für die letzte Stunde, den letzten Tag, die letzte Woche oder den letzten Monat. Gemessen wird von außerhalb des Servers, es funktioniert also weiter, wenn die Maschine nicht mehr reagiert, und es weiß nichts über Prozesse.
E-Mail-Warnungen
Zwei Warnungen sind standardmäßig an und werden unter Kontoeinstellungen → Benachrichtigungen geschaltet.
- Server ausgefallen. Kommt, wenn dein Server gestoppt vorgefunden wird, obwohl du ihn laufen hattest. Stoppst du ihn selbst, löst das nichts aus. Die Prüfung läuft einmal pro Minute; du bekommst höchstens eine E-Mail pro Server alle 6 Stunden, neu scharf gestellt, sobald der Server zurück ist.
- Festplatte fast voll. Kommt, wenn ein echtes Dateisystem auf dem Server 90 % Belegung erreicht. Die Prüfung läuft alle 15 Minuten; höchstens eine E-Mail pro Server alle 24 Stunden, neu scharf gestellt, sobald das Dateisystem wieder darunter liegt.
Die Festplatten-Warnung liest die Dateisysteme über den Gast-Agenten. Kein Agent heißt keine Warnung, und zwar stillschweigend, was ein weiterer Grund ist, ihn installiert zu lassen. Siehe Der Gast-Agent.
Server umbenennen
Einstellungen → Hostname ändert den Namen, den Portal, Warn-E-Mails und Serverliste verwenden.
Umbenennen benennt das Betriebssystem nicht um
Der Hostname in einem laufenden Server wird einmal gesetzt, beim ersten Boot. Den Namen im Portal zu ändern greift nicht in die Maschine hinein. Wenn dir das wichtig ist, mach es selbst:
hostnamectl set-hostname new-nameSnapshots
Snapshots legt eine Kopie der Festplatte zu einem Zeitpunkt an, auf den du zurück kannst. Du kannst 3 pro Server behalten. Ein vierter scheitert im Portal mit einem allgemeinen Fehler; wenn das Anlegen scheitert und sonst nichts klemmt, ist fast immer das der Grund.
- Ein Snapshot erfasst nur die Festplatte. Der Arbeitsspeicher ist nicht dabei, ein Zurücksetzen ist also wie ein Stromausfall in dem Moment, kein Fortsetzen.
- Auf diesen Stand zurücksetzen verwirft alles, was seit dem Snapshot geschrieben wurde, ohne Rückweg. Prüf danach den Strom-Status in der Übersicht.
- Snapshots, die vor einem Tarifwechsel automatisch angelegt werden, sind als Automatisch markiert und zählen nicht gegen deine 3.
Ein Snapshot ist kein Backup
Snapshots liegen auf demselben Speicher wie der Server selbst. Sie schützen dich vor einem missglückten Upgrade, einem falschen rm oder einer kaputten Konfigurationsänderung. Sie schützen dich nicht davor, die Maschine zu verlieren, und eine Neuinstallation oder ein Löschen vernichtet sie mit ihr.
Backups
Unabhängig von deinen Snapshots werden vom gesamten Server Off-Site-Backups angelegt. Sie sind für den Fall da, den Snapshots nicht abdecken.
Einen Knopf zum Zurückspielen gibt es nicht. Eine Wiederherstellung aus dem Backup ist eine Support-Anfrage. Plan also mit Snapshots für alles, was du schnell zurückhaben willst, und halte eigene Kopien von Daten, die du nicht verlieren darfst.
Neu installieren
Einstellungen → OS neu installieren baut den Server aus einem frischen Image neu auf. Zur Bestätigung tippst du den Hostnamen ein, denn alles auf der Festplatte ist danach weg.
Du wählst das Image und fügst optional einen oder mehrere öffentliche Schlüssel ein, einen pro Zeile. Das sind eingefügte Schlüssel, nicht deine gespeicherten: Das Feld ist ein Textfeld. Lässt du es leer, kommt das neue System ganz ohne Schlüssel hoch, im selben Zustand wie eine Bestellung ohne.
Was bleibt: die IPv4-Adresse, der Tarif und die Festplattengröße.
Was nicht bleibt: der Inhalt der Festplatte und jeder Snapshot auf dem Server.
Eine Neuinstallation gibt dir einen neuen IPv6-Block
Die IPv4-Adresse bleibt. Der IPv6-/112 leitet sich aus der neu gebauten Maschine ab und fällt anders aus. Alles, was auf der alten IPv6-Adresse festgenagelt ist, AAAA-Records eingeschlossen, musst du danach anpassen.
Tarif ändern
Einstellungen → Tarif ändern setzt den Server auf einen anderen Tarif. Der Server wird heruntergefahren, umkonfiguriert und wieder gestartet, ist also so lange offline, und es kann immer nur ein Wechsel gleichzeitig laufen.
Vorher wird ein Sicherheits-Snapshot angelegt, außer du setzt den Haken bei Sicherheits-Snapshot überspringen. Er wird bei Erfolg wieder entfernt und bei einem Fehlschlag behalten, damit es etwas gibt, worauf du zurück kannst.
Die Festplatte kann nur wachsen, und das dauerhaft
Festplatte auf neue Tarifgröße erweitern ist standardmäßig gesetzt. Ist die Festplatte einmal gewachsen, lässt sie sich nie wieder verkleinern, und ab da ist kein kleinerer Tarif mehr erreichbar.
Nimm den Haken raus, wenn du später eventuell wieder runter willst: Der Server läuft dann mit CPU und Arbeitsspeicher des neuen Tarifs auf seiner bisherigen, kleineren Festplatte. Ein Verkleinern wird rundheraus abgelehnt:
disk can only grow (current 60G, target 40G)Prüf nach einer Vergrößerung, ob das Dateisystem der Partition gefolgt ist:
df -h /
lsblkDie meisten Images vergrößern das Root-Dateisystem beim nächsten Boot von selbst. Wenn deins das nicht getan hat, vergrößere Partition und Dateisystem mit growpart und resize2fs (oder xfs_growfs), mit den Gerätenamen aus lsblk.
Die Abrechnung wechselt in dem Moment auf den Satz des neuen Tarifs, in dem die Änderung greift, nicht erst zum Monatsende. Siehe Abrechnung.
Server löschen
Einstellungen → VServer löschen, bestätigt durch Eintippen des Hostnamens, kündigt das Abonnement und baut den Server ab.
Das passiert sofort und ist nicht rückgängig zu machen. Festplatte, alle Snapshots und die IP-Zuweisung gehen mit, es gibt keinen Papierkorb und keine Schonfrist. Die Abrechnung endet an dieser Stelle, die letzte angefangene Stunde steht auf deiner nächsten Rechnung.
Wie es weitergeht
- Netzwerk für Adressen und was sie erreichen kann
- Fehlersuche, wenn etwas nicht funktioniert